04.10.2013 07:00 Alter: 8 yrs

PROGRAMMIERFABRIK auf Wachstum programmiert

Im 20. Jahr ihres Bestehens hat sich die PROGRAMMIERFABRIK für die Herausforderungen der Branche fit gemacht. Mit einem umfangreichen Praktikumsprogramm und flexiblen Arbeitszeitmodellen stemmt sich das Systemhaus erfolgreich gegen den Fachkräftemangel. Bei Turn-Key-Projekten zu Fixpreisen profitiert man von einem Vertrauensbonus durch die Einbindung in die GRZ IT-Gruppe. Derzeit bereitet die PROGRAMMIERFABRIK den Roll-Out der Gemeindeverwaltungs-Software K5 vor. Trotz schwierigem Marktumfeld rechnet die PROGRAMMIERFABRIK heuer mit einem zwölfprozentigen Umsatzzuwachs.


OÖN-2013-10-04

Oberösterreichische Nachrichten vom 04.10.2013

Weil Umsatzwachstum Manpower braucht, ist die PROGRAMMIERFABRIK ständig auf der Suche nach Arbeitskräften. "Wir könnten auf der Stelle fünf Personen für System-administration und Programmierung einstellen", betont PROGRAMMIERFABRIK-Gründer und -Geschäftsführer Wilfried Seyruck. Wegen des notorischen Fachkräftemangels ist die Nachwuchsförderung seit Jahren ein Schwerpunkt in seiner Arbeit. Nur wer sich frühzeitig als attraktive Arbeitgebermarke etabliere, habe im Wettbewerb um den Nachwuchs gute Karten. "Alleine im heurigen Sommer haben wir 7 PraktikantInnen aus HTLs, Fachhochschulen und der Universität an die berufliche Praxis herangeführt. Natürlich hoffen wir, dass einige von ihnen bei der Jobauswahl an uns denken", sagt Seyruck.

Qualität der Ausbildung passt, Quantität nicht
Naturgemäß rekrutiere die PROGRAMMIERFABRIK den Nachwuchs vor allem aus Oberösterreich. "Jemanden aus Wien nach Linz locken zu können, ist fast aussichtslos", konstatiert Seyruck. Durchaus zufrieden ist er mit der Qualität der Ausbildung an heimischen HTLs, FHs und der JKU. Allerdings können die Ausbildungsstätten den IT-Fachkräftebedarf der heimischen Betriebe nicht decken. "Das Niveau der Ausbildung ist gut, aber es gibt zu wenig Absolventinnen", fordert Seyruck mehr Werbung und Mittel für die IT-Ausbildungseinrichtungen. Mit einem 28-prozentigen Frauenanteil übernimmt die PROGRAMMIERFABRIK eine Vorreiterrolle in der Branche. "Der Schlüssel ist ein flexibles Arbeitszeitmodell, das der Lebenssituation der MitarbeiterInnen angepasst ist", sagt Seyruck. Dass zwei der sieben Teams in der PROGRAMMIERFABRIK von Frauen geleitet werden und darüber hinaus auch zwei Prokuristen weiblich sind, zeigt die guten Aufstiegschancen von Frauen in diesem Unternehmen.

Roll-out für neue Gemeindesoftware
Durchaus anspruchsvoll ist für die PROGRAMMIERFABRIK freilich die konjunkturelle Situation. "Viele Unternehmen reagieren darauf mit Investitionsstopps für neue IT-Projekte", erklärt Co-Geschäftsführer Wilhelm Weidinger. Punkten kann die PROGRAMMIERFABRIK derzeit vor allem bei Turn-Key-Projekten. "Weil bei diesen Projekten das Vertrauen eine große Rolle spielt, kommen uns zwei Faktoren zugute. Die PROGRAMMIERFABRIK hat sich in 20 Jahren einen guten Ruf erworben und bietet durch die Einbettung in die GRZ IT-Gruppe zusätzliche Stabilität." Ein Vorzeigeprojekt ist die Entwicklung der Gemeindesoftwarelösung K5 (Die neue Generation im Kommunalmanagement). In den nächsten Woche beginnt der flächendeckende Roll-out. Derzeit läuft die Lösung bereits bei mehr als 30 Gemeinden im Pilotbetrieb.

Umsatzverdoppelung im Vorjahr
Weil die Software beide bisher am Markt befindlichen Produkte ablösen kann, rechnet Weidinger im nächsten Jahr mit bis zu 1.500 Gemeinden, die das umfangreiche Softwarepaket, das nahezu alle Belange einer modernen Gemeindeverwaltung abdeckt, zum Einsatz bringen werden. "Wenn die Konjunktur die Talsohle durchschritten hat, wird sich auch der Investitionsstau bei IT-Projekten auflösen. Dann ist für die PROGRAMMIERFABRIK ein zweistelliges Umsatzwachstum sehr realistisch", ist Weidinger optimistisch. Zuletzt war dem Unternehmen durch die Verlagerung des Unternehmensbereichs Software-Entwicklung und -Betreuung aus dem GRZ IT-Center in die PROGRAMMIERFABRIK eine Verdoppelung der Mitarbeiter- und Umsatzzahl auf 120 Mitarbeiter und 11,8 Mio. Euro gelungen.